Freitag, 6. August 2010

der Film von Martin Walch hat die Mitte erreicht

der prättigauer Wandersmann Martin Walch ist auf dem Weg zum Film über das Prättigau am 8. Juli in Küblis angelangt.

Sonntag, 21. März 2010

fremd sein in Küblis mit Hans Raimund




Hans Raimund während der Lesung


vom 14.-20. März arbeitete Hans Raimund am Projekt fremd sein in Küblis bei dem er Gespräche mit einem Amerikaner, einer Finnin, 3 Brasilianerinnen, einer Österreicherin und einer Deutschen und einem Mazedonier führte. Im laufe des Jahres 2010 wird dazu eine Broschüre erscheinen.



Montag, 11. Januar 2010

bald ist es soweit


vom 15. - 20 märz 2010 ist der schriftsteller Hans Raimund wieder zu gast in küblis.

3.aufenthalt in küblis im rahmen der aktion "14 räume für die kunst". das projekt dieses aufenthalts hat den titel FREMDSEIN IN KÜBLIS. ich habe vor, mit mindestens 5 bewohnern (auch familien oder paare) von küblis, die dort nicht einheimisch sind, deren namen und adressen mir das gemeindeamt von küblis liebenswürdigerweise überlassen hat, gespräche zu führen über ihre herkunft, die motivation, sich in küblis in der schweiz anzusiedeln, über ihre gesellschaftliche und berufliche situation in dem "gast"-land, ihre zukunftspersprektiven, ihre persönliche befindlichkeit etc... die gespräche sollen - vorausgesetzt, die teilnehmer an dem projekt sind damit einverstanden - auf tonband aufgenommen werden und in einer noch zu bestimmenden form publiziert werden.

am freitag 19.märz gibt es eine öffentliche lesung auf dem markplatz mit dem titel:
IMMER NOCH GEDICHTE
ÖFFENTLICHES NACHDENKEN ÜBER DAS SCHREIBEN UND ÜBERSETZEN VON GEDICHTEN AN HAND VON LYRISCHEN TEXTEN IN MINDESTENS 4 SPRACHEN.


IMMER NOCH GEDICHTE oder : EINE LANZE FÜR DEN NIEDEREN TON
1995 fragte ich mich in einer in „Literatur und Kritik“ abgedruckten Selbstdarstellung : „Warum schreibe ich immer noch Gedichte (...)?“ Ich ließ damals die Frage unbeantwortet. Wenn ich mir heute, 15 Jahre später und noch immer Lyrik verfassend, wieder diese Frage stelle, antworte ich : ich schreibe immer noch Gedichte, weil, in meinen Augen, das lyrische Gedicht, in seiner Kompaktheit, Prägnanz und Präzision, in seiner bedingungslosen Bestimmung durch Sprache und Form die interessanteste, herausforderndste, reinste, die meinem, von der Musik geprägten ästhetischen Empfinden gemäßeste aller literarischen Gattungen ist. Das Gedicht ist für mich ein Sprach- und Form-Ereignis, ein intensives Ton-Erlebnis. Wovon das Gedicht „handelt“, steht für mich nicht im Vordergrund. Nichts ist mir fremder als eine realistische, Wirklichkeit simulierende Literatur, die durch das von ihr Dargestellte Kritik üben, unterhalten, belehren, Änderungen im Bewußtsein der Leser bewirken will usw., sich also, einem aufklärerischen Impuls folgend, als Träger einer (Heils-)Botschaft gebärdet. Das ist, scheint mir, eine Schöne Literatur, die ihre Herkunft vergessen hat, die nämlich aus dem schieren Spiel mit dem Werkzeug Sprache : ein Spiel, aus dem, wird es gut gespielt, der Ernst des formvollendeten Objekts aus Sprache wird, das in dem, der es verwendet, also im Leser, ein zwar vages, recht flüchtiges, aber beliebig wiederholbares Vergnügen, ja Entzücken oder gar Glück zu erzeugen vermag. Ich bin unfähig, Gedichte zu lesen (oder gar zu schreiben!), die vor allem das geistige Leben des Menschen, die Religion, die Esoterik, kurz alles, was das materiell Physische übersteigt, zum Gegenstand haben. Als einem, der in der Religion - welcher auch immer - einen der fatalen Grundirrtümer der Spezies Mensch zu erkennen glaubt, lehne ich jeden metaphysischen Anspruch jeglicher Kunstgattung, also auch der Lyrik, entschieden ab. Ich kann sowohl einer religiös phrasierten, als auch einer hoch und hehr tönenden „metaphysischen“ Lyrik über Abstrakta wie Gott, das Leben, den Tod, die Liebe, das Gute, das Böse etc. kaum etwas abgewinnen. (Umgekehrt können aber auch - so meine Erfahrung - Menschen mit religiöser, „metaphysischer“ Orientierung mit meinen Gedichten kaum etwas anfangen.) Die von mir bevorzugte Ausstattung der Gedicht-Welt ist das schlichte Physische, das alltäglich Gewöhnliche, in manchen Augen Banale, an dem für mich so viel Verwundbares und genügend Verwunderbares ist. Schlichtheit, Verhaltenheit, Zurücknahme des Individuellen usw. sind Eigenschaften des Texts, die anzustreben, meine ich, die Mühe lohnt. Allerdings : ein, der Lyrik im allgemeinen - auch der modernen Lyrik - fremdes Element, auf das ich beim Schreiben von Gedichten nicht verzichten möchte, wahrscheinlich, meinem Wesen gemäß, gar nicht verzichten kann, ist die Ironie.
(Nicht machbar, aber eine reizvolle Vorstellung : die Übertragung der von Schlichtheit und Natürlichkeit geprägten, jeder Gesuchtheit aus dem Weg gehenden ästhetischen Qualität einer frühen Symphonie oder eines Streichquartetts von Joseph Haydn auf einen literarischen Text.)

Mittwoch, 24. Juni 2009

der Mann mit dem Tisch

der Gemeindeschreiber von Küblis, Ernst Senn, erklärt dem Mann mit dem Tisch den Weg nach Saas.

Samstag, 6. Juni 2009

Stations of the cross

Die 4. Station hat ihren Platz gefunden. Ab sofort ist die Kirche für Ihren Besuch geöffnet. Nutzen Sie die Gelegenheit alleine dorthin zu gehen oder kommen Sie mit auf eine Führung durch das Tal. Auskunft unter hasena(at)sunrise.ch



Samstag, 4. April 2009

meine Arbeit 2009



Küblis 21.—26 September 2009

2.aufenthalt in küblis im rahmen der aktion "14 räume für die kunst".
das projekt dieses aufenthalts hat den titel FREMDSEIN IN KÜBLIS.
ich habe vor, mit mindestens 5 bewohnern (auch familien oder paare) von küblis, die dort nicht einheimisch sind, deren namen und adressen mir das gemeindeamt von küblis liebenswürdigerweise überlassen hat, gespräche zu führen über ihre herkunft, die motivation, sich in küblis in der schweiz anzusiedeln, über ihre gesellschaftliche und berufliche situation in dem "gast"-land, ihre zukunftspersprektiven, ihre persönliche befindlichkeit etc... die gespräche sollen - vorausgesetzt, die teilnehmer an dem projekt sind damit einverstanden - auf tonband aufgenommen werden und in einer noch zu bestimmenden form publiziert werden.
parallel zu diesem auf maximal 1 woche anberaumten projekt sollen wieder 1 von mir gestaltete literarische lesung - nicht unbedingt aus meinen büchern - für erwachsene stattfinden und 1 workshop für kinder unter 10 jahren (sprachspiele, anreiz für die eigene sprachliche kreativität).
weiters soll die erkundung des orts küblis und seiner umgebung, dem konzept des "pièton des küblis" gerecht werdend, fortgesetzt werden und in form von aufzeichnungen festgehalten werden.

ausblick auf etwaige projekte der folgenden 2 jahre :
1 volkskundliches projekt, 1 literarisches projekt (eine erste dokumentation der literatur, die in küblis im prättigau geschrieben wird)
(immer in zusammenhang mit veranstaltungsangeboten von mir als autor belletristischer/ essayistischer werke).

Montag, 1. Dezember 2008

die erste anwesenheit

bericht über die erste anwesenheit in küblis im rahmen des projekts "14 Räume für die Kunst"

aufgrund einer hartnäckigen viral-bakteriellen infektion hatte ich meine schon lange vorher geplante anwesenheit in küblis auf november 2008 verschieben müssen. aber auch dieser nicht mehr verschiebbare aufenthalt war noch durch die selbe nicht überwundene krankheit spürbar beeinträchtigt.
mein projekt als schriftsteller im rahmen der aktion besteht in einer intensiven begehung des ortes küblis, im festschreiben meiner eindrücke, aber auch in einer präsentation meines schriftstellerischen werks im rahmen der gegenwärtigen österreichischen literatur und in einer darstellung des einflusses anderer europäischer kulturräume - vor allem des italienischen - auf mein leben und mein schreiben.
bei diesem aufenthalt - es war nicht mein erster in küblis, da ich schon im vorjahr im rahmen der aktion "ospiti" einige tage dort verbracht hatte - war für mich nicht die geografische erkundung des orts im vordergrund als vielmehr eine erste vorstellung meiner person als literat. dementsprechend hatte ich eine lesung geplant, die aus einem vortrag über "das österreichische" in der österreichischen literatur bestand, aus einer präsentation des triestiner dichters virgilio giotti (sein leben, beispiele aus seinem werk im triestiner dialekt, übersetzt von mir), die mir auch gelegenheit gab, mich als übersetzer aus dem italienischen vorzustellen, und aus dem vortrag einer anzahl von gedichten aus meinem buch "strophen einer ehe". die veranstaltung fand am 2.tag meiner anwesenheit im gemeindezentrum von küblis statt. abgesehen von den veranstaltern - peter trachsel, der leiterin der bibliothek, ihrer assistentin und des zuständigen für kultur in der gemeinde - waren, trotz der effizient platzierten ankündigungen in zeitungen und auf plakaten im ort nur 4 zuhörer awesend.
am 3. tag meiner anwesenheit hatte ich ein workshop mit 10-11-jährigen in der schule von küblis geplant. das thema war "leben mit dem tier". ich hatte ca. 15 seiten texte von mir, gedichte, kurze prosastücke, geraume zeit vorher an den zuständigen lehrer für eine gezielte vorbereitung geschickt. eine solche hatte anscheinend, ohne böse absicht, nicht stattgefunden. die kinder wurden in meiner gegenwart zum ersten mal mit den noch schnell fotokopierten texten konfrontiert. ich las die texte zweimal vor, erklärte einiges dazu, ermunterte die kinder schließlich, selber etwas zu schreiben... im anschluss daran schrieben die kinder gefügig über ihre erlebnisse, ihr leben mit tieren. der kontakt mit den zum teil interessierten, im allgemeinen sehr offenen schülern war durchaus erfreulich. die von mir angeregte vorbereitung hätte sich aber sicher günstig auf ein ergebnis einer solchen ersten konfrontation eines nicht-schweizer autors mit den schulkindern ausgewirkt.
am vierten tag reiste ich, noch immer mit verstopfter nase - die schweizer bergluft hatte, entgegen allen voraussagen, kein wunder gewirkt - wieder ab.
ich danke meinen gastgebern, herrn dr.andrè müller und ruth ehbets für ihre, mir schon bekannte, so selbstverständlich freundliche gastfreundschaft.
ich danke der gemeinde küblis für die prompte und grosszügige honorierung meines beitrags zu dem faszinierenden projekt peter trachsels.
ich danke peter trachsel dafür, dass ich bei diesem projekt dabei sein darf.
die erfahrung aus diesem aufenthalt in küblis : meine kommenden beiträge zu diesem projekt dürfen auf keinen fall nur unter einem rein literarischen aspekt gestaltet werden.mein nächstes projekt ist die soziologisch literarische aufarbeitung des themas : "fremdsein in küblis".

hans raimund.